Informationen zum Schulstart

Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

im Verlauf der Ferien wird die Schule einen Brief mit allen notwendigen Informationen in Bezug auf den Schulstart, auf die Einschulungsfeier sowie die entsprechenden Klassenlehrerschaften der neuen 5. Klassen verfassen und versenden. Der Versand erfolgt zwischen dem 08.08.2022 und 12.08.2022.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Schulverwaltung

Vier Monate in der Welt der Politik (RZ vom 02.07.2022)

Foto: Stadt Weener

In diesem Jahr beteiligen sich insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler der Greta-Schoon-Schule und der Oberschule am Politikerpatenprojekt mit der Stadt Weener. Für die elf Schülerinnen der Oberschule endete das Projekt am Mittwoch. Seit dem Start im Februar unternahmen die Teilnehmerinnen verschiedene Aktivitäten und Exkursionen in die Welt der Politik. Gemeinsam mit ihren Politikerpaten, den Ratsherren Helmut Geuken und Lutz Drewniok, besuchten sie Einrichtungen der Stadt, lernten die vielfältigen Aufgaben und Zuständigkeiten der Stadtverwaltung, ihre Ämter und Außenstellen kennen. Der Erste Stadtrat Hermann Welp überreichte den Absolventinnen im Beisein von Schulleiter Dirk Kaiser, dessen Fachbereichsleiter Marco Voss, der beiden Politikerpaten Drewniok und Geuken sowie Angelika Janssen-Harms und Kim Kanschat von der Stadtjugendpflege die Zertifikate.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 02.07.2022 (https://rheiderland.de/)

Zeitzeugin aus der ehemaligen DDR zu Gast an der OBS Weener

Gleich zu Beginn zieht Jana Jürß die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann, indem sie die Gedanken eines Henkers zitiert in den Minuten bevor er den Schießbefehl erhält zur Hinrichtung eines Menschen. Die Todesstrafe wurde in der DDR erst 1987 abgeschafft. Die Henker bekamen zusätzlich zu ihrem Gehalt 200,- Ostmark für jede Hinrichtung. Unter den Häftlingen, die hingerichtet wurden, befanden sich auch politisch unbequeme Menschen.

Nach diesem bedrückenden Einstieg erklärte Frau Jürß, dass über allem „DIE PARTEI“ stand, nichts ging ohne sie. Offiziell hieß die Partei „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ (SED). Führungspersonen mussten Mitglied der Partei sein und sich ihr unterordnen. Jeder, der nicht Mitglied war, war von vornherein verdächtig und musste mit Überwachung rechnen. Alles, was in den Zeitungen geschrieben und im Fernsehen gezeigt wurde, musste von der Partei/der Politik abgesegnet sein. Aus ihrer Sicht war der Westen immer „böse“. Die Partei bestimmte alles: die Schullaufbahn, welchen Beruf man zu erlernen hatte oder die Wohnung, die man bekam.

Die Kinder wurden von klein auf im Sinne der Partei erzogen, zuerst in Kinderkrippe und Kindergarten, später in der Einheitsschule, der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule. Wer das Abitur machen und studieren durfte, entschied auch die Partei. Ab der 1. Klasse kamen die Kinder zu den Jungpionieren. Jedes Jahr am 13. Dezember wurde ihnen das Gelöbnis abgenommen. Ab der 8. Klasse wechselten die Jugendlichen in die „Freie deutsche Jugend“ (FDJ), auch „Blauhemden“ genannt. Die Mitgliedschaft war Pflicht. Mit 14 Jahren erhielt man die „Jugendweihe“. Man galt dann als erwachsen, bekam einen Personalausweis und hatte das Recht mit „Sie“ angesprochen zu werden. Die Jugendlichen bekamen dann aber auch schon Verantwortung übertragen. Die Partei arbeitete mit Einschüchterung und der Angst vor Repressalien. Wer sich nicht parteikonform verhielt, bekam z.B. keine entsprechende Wohnung, keinen Ausbildungsplatz oder durfte nicht studieren.

Die DDR war ein Überwachungsstaat. Jeder musste damit rechnen durch die „Stasi“ (Staatssicherheit) bespitzelt zu werden. Wohnungen und Telefone (wenn man überhaupt eins hatte) konnten abgehört werden, wenn man z.B. den Staat kritisierte oder die Stasi den Verdacht hatte, dass jemand flüchten wollte. Die Bevölkerung lebte in ärmlichen Verhältnissen. Wohnungen, Grundnahrungsmittel oder der Arztbesuch waren billig, aber es war sehr schwierig eine Wohnung zu bekommen. Auf einen „Trabi“ musste man bis zu 10 Jahre warten. Beziehungen waren daher sehr wichtig. Frau Jürß flüchtete relativ unspektakulär in den Westen. Im Frühjahr 1989, mit 19 Jahren, beantragte sie ein Visum für einen Urlaub in Ungarn. Die Zeit, bis das Visum endlich ausgestellt wurde, war sehr zermürbend und voller Angst, dass jemand Verdacht schöpfte. In Ungarn angekommen gelangte sie schließlich über eine sogenannte „grüne Grenze“ in den Westen. Diese Grenzen wurden zu der Zeit schon nicht mehr ständig bewacht.

Das Gespräch mit Frau Jürß hat den Schülerinnen und Schülern sehr eindrucksvoll geschildert, wie unterschiedlich das Leben in der ehemaligen DDR war verglichen mit ihrem heutigen Leben.

Albrecht Weinberg – Überlebender des Holocaust zu Gast an der Oberschule Weener

Im Rahmen der Projektwoche „Schule ohne Rassissmus“ hatten sich ca. 50 Schüler*innen u.a. mit der Geschichte der Juden in Weener auseinandergesetzt.
Nachdem die Jugendlichen in der jüdischen Schule in Leer und vor Ort zum Schicksal von Weeneraner Juden recherchiert hatten, wird der Besuch von Albrecht Weinberg am vergangenen Freitag wohl allen Anwesenden im Gedächtnis bleiben.
Der mittlerweile 97-Jährige, der gebürtig aus Westrhauderfehn kommt, erzählte sehr eindrücklich von seinen Besuchen bei seinen Verwandten in Weener. Mucksmäuschenstill war es im Raum, als er berichtete, wie ihn seine ehemaligen Spielkameraden fast im Eis ertrinken ließen, nur weil der Umgang mit Juden unter der Nazi-Herrschaft verboten war. Seinen Leidensweg, der über Auschwitz schließlich in Bergen-Belsen endete, hat er nur knapp überlebt. Zum Ende seiner Schilderungen krempelte Albrecht Weinberg seinen Ärmel hoch und zeigte den Schüler*innen seine Häftlingsnummer, die ihm in Auschwitz auf den Arm tätowiert worden war. Alle, die wollten, durften sich mit ihm zusammen fotografieren lassen.

Nachdem er die Fragen der Schüler*innen beantwortet hatte, erzählte er noch einige Begebenheiten aus seiner Kindheit. Diese werden bald im Zusammenhang mit den Stolpersteinen per QR-Code abrufbar sein.

Wir sind dankbar, dass Herr Weinberg sich die Zeit für uns genommen hat, denn solche Begegnungen sind mit keinem Geschichtsbuch zu ersetzen.

Verabschiedung der Abschlussklassen am 01.07.2022

Am Freitag den 1. Juli 2022 wurden die Abschlussschülerinnen und –schüler der Oberschule Weener, erstmals wieder nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause, in der Schulaula feierlich entlassen. Umrahmt wurden die Zeugnisverleihungen durch verschiedene Beiträge der Schülerinnen und Schüler. Das Schulorchester, welches sich personell und klangverstärkend durch musikalische Kolleginnen und Kollegen erweitert hat, trat so zum ersten Mal in diesem feierlichen Rahmen auf. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer der Abschlussklassen gestalteten zusammen mit ihren Schülerinnen und –Schülern Liedbeiträge, einen Schwarzlichttanz, ein Schattenspiel, Videos und verschiedene Musikbeiträge der Wahlpflichtkurse. So konnte ein abwechslungsreiches Programm gezeigt werden, um die Schülerinnen und –schüler in ihren neuen Lebensabschnitt zu verabschieden.

Abschlusstreich an der Oberschule Weener

Am Donnerstag, den 30.06.2022 fand an der Oberschule Weener erstmals nach der Pandemie ein Streich der Abschlussklassen statt. Der Unterricht wurde in Teilbereichen unterbrochen, um ein illustres Programm mit SchülerInnen und Lehrkräften zu zeigen. Dabei wurde nicht an Wasser, Kreativität und guter Laune gespart.

Abschlussfeiern am 01.07.2022 – Schulausfall

Sehr geehrte Schulangehörige,

am Freitag, den 01.07.2022 finden an der Oberschule Weener die Verabschiedungen statt. Aus diesem Grund findet an diesem Tag kein Unterricht statt.

Mit freundlichen Grüßen,

ihre Schulverwaltung