Die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert sich aktiv für den Erhalt und die Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs in Smarlingen.

Im Mittelpunkt stehen die praktische Pflege und Instandhaltung des Friedhofs sowie die historische Auseinandersetzung mit den dort bestatteten Menschen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich intensiv mit den Grabsteinen, übersetzen hebräische Inschriften und erforschen die Lebensgeschichten der Verstorbenen.

Dabei wird die Arbeit durch Fachleute unterstützt, etwa durch den Rabbiner Tobias Jona Simon, der religiöse Hintergründe, jüdische Traditionen und Schrift erklärt und von Frau Bracht von der Jüdischen Schule in Leer, die bei der Übersetzung der Grabsteininschriften unterstützt.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, den Friedhof als Ort der Erinnerung sichtbar zu machen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu gestalten. Gleichzeitig entstehen weiterführende Projekte, etwa eine Broschüre zu den Grabinschriften oder Präsentationen auf Fachveranstaltungen.

Insgesamt verbindet die AG praktische Denkmalpflege, historisches Lernen und Erinnerungsarbeit und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Toleranz, kulturelles Verständnis und gegen Antisemitismus. Durch die Arbeit der AG am jüdischen Friedhof Smarlingen wird weit mehr als reine Denkmalpflege geleistet – sie trägt konkret zur Entwicklung eines reflektierten Europa- und Demokratieverständnisses bei.