Vom 27. September bis zum 5. Oktober 2026 waren 25 Schülerinnen und Schüler der OBS Weener gemeinsam mit Frau Theilen, Frau Plösch, Herrn Kottke und Frau Koetsier zu Gast bei unseren Freunden in Rybno.
Der Austausch mit Rybno ist inzwischen eine langjährige Tradition und gehört fest zum Schulleben. Für über die Hälfte der Teilnehmenden war die Vorfreude diesmal besonders groß: Sie hatten im vergangenen Jahr selbst einen polnischen Austauschschüler bei sich zu Hause aufgenommen und konnten nun ihre Partnerin oder ihren Partner wiedersehen.Auch die Jüngsten waren mit von der Partie. Einige Teilnehmer waren gerade erst 11 Jahre alt und sind während der Fahrt über sich hinausgewachsen. Wie alle in der Gruppe kehrten sie mit einem reichen Schatz an Erfahrungen zurück.
Die polnische Gastfreundschaft ist etwas ganz Besonderes, die die Schüler nur im Rahmen eines solchen Austausches erleben können. Für die Teilnehmer gehört zunächst Mut dazu, sich auf die Reise in ein fremdes Land mit einer fremden Sprache zu machen, und Offenheit gegenüber den Menschen, der Kultur und auch gegenüber neuen Gerichten. Die Schüler merkten zum Beispiel, dass es den Gasteltern Freude bereitete, wenn nach einem zögerlichen Probieren anschließend mit gutem Appetit gegessen wurde. Obst, besonders Äpfel gab es in diesen Tagen reichlich, da Rybno umgeben von Obstplantagen mit Äpfeln, Pflaumen und Kirschen ist.
Nach der Ankunft wurden die Schülerinnen und Schüler auf ihre Gastfamilien verteilt. Am Abend kamen alle zu einem geselligen Beisammensein mit Grillen zusammen. Dabei tauschten die Jugendlichen die ersten Eindrücke aus, und das Wiedersehen wurde ausgiebig gefeiert.
Am Dienstag ging es nach Toruń (deutsch Thorn). Die mittelalterliche Stadt gilt als Verbindung zwischen deutscher und polnischer Kultur. Ihr bekanntester Bürger ist Nikolaus Kopernikus. Im Planetarium entdeckten die Schülerinnen und Schüler sein wissenschaftliches Wirken. Anschließend besuchten sie eine traditionelle Lebkuchenbäckerei und backten in einem urigen Kellergewölbe selbst Lebkuchen.
Am Mittwoch wurde die Gruppe vom Bürgermeister begrüßt. Danach stand die Besichtigung der Feuerwehr auf dem Programm. In der Schule fanden verschiedene Workshops statt. So stellten die Schüler unter anderem Seife her, da diese symbolisch für eine Legende steht, in der ein bedeutender Mann aus Rybno versucht beim Handel mit Seife die preußischen Steuern zu umgehen und dabei alles verliert. Anschließend konnten alle ihre Energie bei sportlichen Spielen in der Turnhalle oder abends bei der Schuldiscoloswerden.
Am Donnerstag erkundeten die Jugendlichen die Hauptstadt Warschau bei einer Schatzsuche. Unterwegs trafen sie auf Personen, die in die Rollen bedeutender Persönlichkeiten und Figuren der Stadtgeschichte schlüpften, darunter Madame Curie, eine Marktfrau, ein Henker und ein König. Von ihnen erhielten die Schülerinnen und Schüler jeweils den nächsten Hinweis, mussten aber zuvor eine Challenge bewältigen. So lernten sie ganz spielerisch viel über die Geschichte Warschaus.
Nach den erlebnisreichen Tagen stand am Freitag Erholung auf dem Programm. Im Freizeitbad Suntago hatten alle viel Spaß.
Das Wochenende gestalteten die Gastfamilien sehr unternehmungsreich und am Sonntag hieß es schließlich Abschied nehmen. Der war emotional, doch die Vorfreude auf das Wiedersehen im nächsten Jahr überwog.
Der Austausch wurde durch Erasmus+ und das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) gefördert. Dafür bedanken wir uns herzlich. Unser Dank gilt auch den Gastfamilien undden polnischen Kollegen für die tolle Organisation.














