Am 27. Februar 2026 besuchte die Klasse G9b im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte „Ehemalige Jüdische Schule Leer“. Der Besuch fand begleitend zum aktuellen Unterrichtsthema „Nationalsozialismus“ statt und bot uns die Möglichkeit, Geschichte nicht nur aus dem Schulbuch kennenzulernen, sondern an einem authentischen Ort zu erleben. Bereits beim Betreten des historischen Gebäudes wurde deutlich, dass dieser Lernort eine besondere Atmosphäre besitzt. Die ehemalige jüdische Schule ist heute ein Ort des Erinnerns und des Gedenkens an die jüdische Gemeinde in Leer, deren Leben und Kultur während der Zeit des Nationalsozialismus systematisch zerstört wurden. Während unseres Aufenthaltes erhielten wir vielfältige Einblicke in die zunehmende Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung während der NS-Diktatur. Besonders bewegend war die persönliche Lebensgeschichte von Albrecht Weinberg. Anhand von Fotos, Dokumenten und Berichten konnten wir nachvollziehen, wie einschneidend und grausam die Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie auf das Leben konkreter Menschen waren. Ein großes Dankeschön gilt Frau Susanne Bracht, die uns mit großem Engagement und Fachwissen durch die Ausstellung geführt hat. Ihre anschaulichen Erklärungen und die einfühlsame Art haben wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Tag für uns zu einer nachhaltigen und eindrucksvollen Erfahrung wurde. Der Besuch der Gedenkstätte war für die Klasse G9b eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht und wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.