Die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die sich um den jüdischen Friedhof in Smarlingen 2 kümmert, erhielt besonderen Besuch: Tobias Jona Simon, Rabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, war vor Ort und informierte sich über die Pflegearbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Die Jugendlichen berichteten von ihrem Engagement bei der Instandhaltung des Friedhofs und schilderten, wie sie sich intensiv mit der Geschichte der dort bestatteten Menschen auseinandersetzen. Rabbiner Simon begleitet die AG bereits seit längerer Zeit und unterstützt die Arbeit kontinuierlich mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung. Sein Besuch ist Teil einer gewachsenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern übersetzte er Inschriften auf den Grabsteinen und erklärte hebräische Schriftzeichen sowie traditionelle Formulierungen. Darüber hinaus informierte er über jüdische Traditionen, die jüdische Zeitrechnung und religiöse Bräuche rund um Tod und Gedenken. So erhielten die Jugendlichen nicht nur historische Einblicke, sondern auch ein tieferes Verständnis für das Judentum und seine lebendige Tradition.
Am Ende des Treffens wurde deutlich, dass sich die Arbeit der AG weiterentwickelt: Die Schülerinnen und Schüler haben mit der Erstellung einer Broschüre zu den übersetzten Grabinschriften begonnen. Gemeinsam mit Frau Bracht von der Jüdischen Schule in Leer werden die Inhalte erarbeitet, während die AG KreativWerk der Oberschule die Gestaltung übernimmt. So entsteht ein Projekt, das Erinnerungskultur, fachliche Auseinandersetzung und kreatives Arbeiten miteinander verbindet.







