Häftling 116.927 (RZ vom 08.04.2017)

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg sprach mit Oberschülern in Weener über sein Leben.
Albrecht Weinberg erzählt Schülern von seinen Erlebnissen, um die Erinnerung an die schrecklichen Gräueltaten der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Von Tim Boelmann
WEENER. 116.927 – diese Zahl erinnert Albrecht Weinberg aus Rhauderfehn jeden Tag an die schlimmste Zeit seines Lebens. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde ihm 116.927 als Häftlingsnummer auf den Arm tätowiert – an Adolf Hitlers Geburtstag. Im KZ ging es für den Ostfriesen ums nackte Überleben. »Man ist wie ein Tier geworden«, erzählt der heute 92-Jährige. Die Oberschüler des neunten und zehnten Jahrgangs hören dem Zeitzeugen in der Aula still und gebannt zu. »Über Nacht war alles anders«, sagt Albrecht Weinberg mit Blick auf die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Albrecht Weinberg verstand die Welt nicht mehr. Seine Familie und er waren Deutsche, nur mit jüdischem Glauben, wie er erzählt. Seine Mutter wurde in Jemgum geboren. Dochdas spielte alles keine Rolle mehr. »Die Nazis diskriminierten uns von Tag zu Tag immer mehr«, sagt er mit ruhiger Stimme. Mit der Zeit gab es immer mehr Gesetze gegen Juden, berichtet Weinberg. 1936 kam der damals Elfjährige bei Verwandten in Leer unter und besuchte die Jüdische Schule an der Ubbo-Emmius-Straße. Die Lehrer wurden später verhaftet, die Schule geschlossen. »Es wurde immer schlimmer«, sagt der Zeitzeuge. So erhielten Juden nur die Hälfte an Lebensmittelmarken. »Man wollte uns verhungern lassen«. Ab 19 Uhr durften keine Juden mehr auf den Straßen unterwegs sein. Sie mussten den Judenstern tragen. Synagogen wurden niedergebrannt – auch in Weener, nannte Weinberg einige Beispiele.

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Rheiderländer und französische Schüler diskutierten über Europa (OZ vom 09.05.2017)

BILDUNG Die Jugendlichen stellten der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann aus Hesel zahlreiche Fragen.

Die Politikerin besuchte anlässlich des Europatages die Oberschule in Weener. In der Gesprächsrunde ging es unter anderem um die Legalisierung von Cannabis, das Rentensystem, den Brexit und die Flüchtlingspolitik.
WEENER „Europa ist mehr als der Euro. Das beweist ihr. Ihr seid Europa.“ Das war die Botschaft der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann aus Hesel. Anlässlich des Europatages besuchte die Christdemokratin deutsche und französische Schüler an der Oberschule Weener, um mit ihnen über Europa zu sprechen.
Wie berichtet, hat die Oberschule Weener seit vielen Jahren eine Schulpartnerschaft mit dem Collège Le Castillon in Les Pieux. Derzeit sind französische Schüler der zehnten Klasse zu Besuch in Deutschland. Zusammen mit ihren deutschen Mitschülern und der Hilfe dolmetschender Lehrer stellten die Jugendlichen der Christdemokratin zahlreiche Fragen, heißt es in
einer Mitteilung der CDU. „Die Legalisierung von Cannabis, das Rentensystem, der Brexit und die aktuelle Flüchtlingspolitik – das waren nur einige der Themen, zu denen die Schüler Fragen an die Politikerin vorbereitet hatten“, heißt es weiter.
Ein französischer Schüler zum Beispiel fragte nach der Bedeutung Frankreichs für die deutsche Politik. „Frankreich ist unser wichtigster Partner in Europa. Beide Länder arbeiten eng zusammen. Die Entscheidungen in Paris betreffen auch uns“, sagte Connemann. Laut Pressemitteilung ist der Europatag, der an die Gründung des Europarates erinnert, gerade in der heutigen Zeit für die CDU-Politikerin eine Herzensangelegenheit. „Wir brauchen diesen Tag, um daran zu erinnern, wie wichtig Europa ist. Es gibt heute auch in Deutschland Stimmen, die die EU ablehnen. Sie vergessen, dass seit der Gründung der EU in Europa Frieden herrscht“, so Connemann.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 09.05.2017 (http://oz-online.de/)

Schüler aus Frankreich sind in der Region auf Entdeckungstour (OZ vom 05.05.2017)

BILDUNG Die Gruppe wurde jetzt von Weeners Bürgermeister empfangen / Friesengestüt in Bunderhee wird besichtigt. Außerdem fahren die Jugendlichen noch zur Papenburger Meyer-Werft und zur Seehundaufzuchtstation Norddeich. Seit 32 Jahren gibt es den Schüleraustausch mit der Partnerstadt Les Pieux.
WEENER – Eine Gruppe französischer Schüler in Begleitung von Pierre Paris und Lilian Godefroy-Greeven aus der Weeneraner Partnerstadt Les Pieux sind am Mittwoch, 3. Mai, zusammen mit Schülern der Oberschule Weener, ihrem Schulleiter Dirk Kaiser sowie Amke Boelsen von Weeners Bürgermeister Ludwig Sonnenberg im Saal des Rathauses offiziell empfangen worden.
In seinem Grußwort wies Sonnenberg darauf hin, dass dieses Jahr ein ganz besonderes ist: „Seit 25 Jahren besteht die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Weener und Les Pieux“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. In diesem Zusammenhang unterstrich Sonnenberg die Bedeutung des Schüleraustauschs, der bereits seit 32 Jahren besteht und aus dem heraus im Jahr 1992 die offizielle Partnerschaft entstanden war. Er dankte allen, die die Partnerschaft unterstützt haben, noch unterstützen und sie somit aktiv mit Leben füllen.
Die französischen Schüler und ihre Begleiter waren am Dienstagabend anlässlich eines Austausches mit Schülern der Oberschule eingetroffen. Die Gruppe hält sich noch bis zum 12. Mai in Weener auf. „Auf dem Programm stehen unter anderem eine Besichtigung der Papenburger Meyer-Werft, der Seehundstation in Norddeich und des Friesengestüts in Bunderhee“, heißt es weiter.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 05.05.2017 (http://oz-online.de/)

Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte (RZ vom 14.02.2017)

WEENER. Die geplante Erweiterung der Oberschule an ihrem Standort an der Wiesenstraße in Weener wird konkret: Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte soll dort der erste Bauabschnitt beginnen. Das kündigte Landkreissprecher Jens Stöter gestern gegenüber der RZ an. Bis Ende 2018 sollen fünf allgemeine Unterrichtsräume sowie zwei Gruppenräume und Nebenräume wie Krankenzimmer und Toiletten entstehen, so Stöter. Den Planungsauftrag für den ersten Bauabschnitt hat das Weeneraner Architekturbüro Woltermann erhalten. Die Kosten für diesen Bauabschnitt beziffert die Kreisbehörde auf rund 1,8 Millionen Euro. Für Umbauten im Bestand werden im laufenden Jahr zusätzlich rund 50.000 Euro veranschlagt. Abhängig von der Haushaltslage soll sich 2018 der zweite Bauabschnitt mit einer Fertigstellung bis 2020 anschließen, führte Stöter aus. Sofern die Stadt eine Förderzusage erhalte, sei dann der Bau der neuen Stadtbücherei sowie einer Schülerbücherei und zweier Räume für den Musikunterricht vorgesehen. Kostenpunkt: 1,4 Millionen Euro.

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Politikerpaten: Projekt geht in die achte Runde (RZ vom 11.02.2017)

WEENER. Bereits zum achten Mal werden Schüler als »Politikerpaten« teil der kommunalen Politik und erhalten einen Einblick in die Arbeit der hiesigen Politiker. Am Freitag fand die Auftktveranstaltung im Heimatmuseum statt. Aus der Pestalozzischule und der Oberschule Weener nehmen jeweils zwölf Schüler an dem Projekt teil. Gerrit Dreesmann, der seit Beginn der Veranstaltung den Posten des Politikerpaten inne hat, wird mit Hildegard Hinderks die Schüler der Förderschule betreuen. Die Oberschüler führen Johanne Pastoor, Lutz Drewniok und Helmut Geuken in die Kommunalpolitik ein. Das Projekt ist gegliedert in einen theoretischen Teil, in dem den Schülern Grundwissen vermittelt wird, und einem praktischen Teil. Hier stehen beispielsweise ein Besuch bei der Feuerwehr, dem Friesenbad und dem Rathaus auf dem Plan. 

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Gute Leistungen wurden beim Vorlesewettbewerb an der Oberschule Weener gezeigt (RZ vom 15.12.2016)

WEENER. Als Dirk Kaiser, Schulleiter der Oberschule Weener, den diesjährigen Vorlesewettbewerb eröffnete, war den sieben Teilnehmern die Aufregung deutlich anzumerken. Lena-Marie Bruns, Alina Lübbers, Nadine Santjer, Lea Zepp, Melle Goemann, Pascal Frey und Tade Siemers sind die besten Leser der einzelnen Kurse in den sechsten Klassen und wollten sich messen, wer von ihnen der Schulsieger werden würde. Pascal Frey war der am Ende beste Leser und holte sich den Sieg, teilte Schulleiter Dirk Kaiser mit. Constanze Müller, die als Organisatorin durch die Veranstaltung führte, versuchte den Schülerinnen und Schülern die Aufregung zu nehmen, indem sie zunächst selbst aus dem Buch »Eine Weihnachtsgeschichte« von Charles Dickens vorlas.
Pascal Frey überzeugte mit seiner Leistung beim Lesen des Buches »Im Bann des Tornados« von Annette Langen die Jury, die aus Pascal Frey holt sich Schulsieg Vorlesewettbewerb in Weener Lucia Reinbold, Birgitt de Riese (Stadtbücherei Weener), Constanze Müller, Dirk Kaiser und Johannes Schröder bestand. Alle waren sich einig, dass die Sechstklässler insgesamt sehr gut gelesen hatten, dass aber Pascal Frey der beste Leser bei diesem Wettbewerb war. Am Ende der Veranstaltung kürte der Schulleiter Pascal Frey zum Sieger und überreichte jedem Kind ein Buchgeschenk. »In diesem Zusammenhang geht ein Dank an die Buchhandlung Klinkenborg, die die Preise gesponsert hatte«, so Schulleiter Dirk Kaiser.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 15.12.2016 (http://rheiderland.de/)