Abschied fällt Schülern und Lehrern schwer (OZ vom 17.06.2017)

Die Oberschüler des 10. Jahrgangs der Oberschule Weener erhielten am Vormittag ihre Realschulabschlüsse.

ENTLASSUNGSFEIER 108 Jugendliche von der Oberschule Weener erhielten gestern ihre Abschlusszeugnisse. Die Feiern der Real- und Hauptschulabsolventen wurden umrahmt von verschiedenen Sketchen, Musik- und Gesangsbeiträgen.

WEENER – Für 108 Jugendliche der Oberschule Weener ging gestern ein Lebensabschnitt zu Ende: Die Haupt- und Realschulabsolventen erhielten gestern von ihren Klassenlehrern bei der feierlichen Schulentlassung in der Aula ihre Abschlusszeugnisse. „Ihr wart ein ganz besonderer Jahrgang: Ihr habt uns gefordert, überrascht und uns ein begeistertes Lächeln ins Gesicht gezaubert“, lobte Schulleiter Dirk Kaiser bei der Entlassfeier des 10. Jahrgangs am Vormittag die Schüler. Er appellierte an die Jugendlichen, sich Ziele für den neuen Lebensweg zu setzen und sich von Steinen, die ihnen in den Weg gelegt werden, nicht beirren zu lassen. „Stellt Euch den Herausforderungen. Denn mit jeder gemeisterten werdet Ihr noch ein wenig stärker“, gab Kaiser ihnen mit auf den Weg.
Lob für den Schulleiter gab es auch von den Schülervertretern. „Seine Tür stand immer offen, wenn wir Probleme hatten“, sagte Schülervertreter René Severins. Die Klassen bedankten sich bei ihren Klassen- und Fachlehrern für ihre Geduld und Beharrlichkeit. „Aber eigentlich kann kein Geschenk zurückgeben, was Sie uns gegeben haben“, sagte eine Schülerin. Für die Feier hatten die Jugendlichen Sketche sowie Gesangs- und Pantomimeeinlagen vorbereitet, bei denen sie auf der Bühne einen Einblick in die vielfältigen Talente gaben. Am Abend fand die Entlassfeier für die Schüler statt, die an der Oberschule ihren Hauptschulabschluss gemacht haben. Das einfallsreiche und humorvolle Programm brachte Eltern, Mitschüler und Lehrer zum Lachen und Staunen. Tosenden Applaus erhielt Adnan Ergin vom Publikum für sein Medley, das er unter anderem auf Spanisch, Albanisch, Arabisch und Persisch sang.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 09.05.2017 (http://oz-online.de/)

Politikerpaten: Feuerwehr-Debatte wird zum »Störfeuer« (RZ vom 22.06.2017)

Die »Patenkinder« und ihre Paten, von links: Patin Hildegard Hinderks, Bürgermeister Ludwig Sonnenberg, im Hintergrund Dirk Kaiser, Leiter der Oberschule Weener, in der Bildmitte Pate Helmut Geuken, vierte von rechts Patin Johanne Pastoor, neben ihr Pate Gerrit Dreesmann und Lehrerin Katrin Daalmeyer von der Förderschule Weener.

Feuerwehrbedarfsplan für Stadt Weener schließlich mit einer Gegenstimme verabschiedet.
Es gibt Politiker, Politikerpaten und Politikpatenkinder in Weener. 22 Schülerinnen und Schülern wollte Bürgermeister Ludwig Sonnenberg am Dienstag ihre Zertifikate für die Teilnahme am Politikpaten-Projekt überreichen.
Von Michael Hoegen
WEENER. Nicht alle Jugendlichen waren da, und auch der Rat war nicht vollzählig im Saal des Hotels »Am Rathaus« vertreten. Dabei vermittelten die 26 Ratsmitglieder im Saal unter dem Strich betrachtet nicht gerade die beste Vorstellung von dem, was inhaltliche Arbeit in der Kommunalpolitik eigentlich ausmachen sollte. Auch wer nicht in die Debatte eingreift, beeinflusst sie. »Die meisten aktiven Politiker unseres Landes sind ehrenamtlich auf kommunaler Ebene tätig und opfern ihre Zeit«, so Bürgermeister Ludwig Sonnenberg. Dabei dürfen Jugendliche schon ab 16 auf kommunaler Ebene wählen – »sie wissen mit diesem Wahlrecht oft nichts anzufangen.« Sinn des Paten-Projektes, wobei fünf Ratsmitglieder die Patenrolle übernehmen, ist es, »Politik erlebbar und verständlich zu machen. «Dazu gehört für die Jugendlichen auch, in Ratssitzungen als Zuhörer dabei zu sein. Und was sie zu Beginn der letzten Sitzung des Stadtrates zu hören bekamen, dürfte nicht gerade dem nach wie vor aktuellen Trend der Politikverdrossenheit entgegengewirkt haben. Es ging um die Verabschiedung des Feuerwehrbedarfsplan. Die Politik war und ist sich eigentlich einig darüber, dass dieses Konzept nur zu begrüßen ist. Die Ausnahme bilden Ratsherr Dieter Weber (UWG), der nicht an der Ratssitzung teilnahm, und Heinrich-Friedrich Holtkamp, Ratsherr der Sozialen Fraktion. Für Einzelratsherr Holtkamp, »Fraktion« ist bei ihm nur ein Namensbestandteil, ist das 190 Seiten starke Konzept »ein zusammengerührter Quark«. Die Feuerwehr ist nach seiner Ansicht zu gut ausgestattet (»wir sind überrüstet«) und sollte zentralisiert werden. »Wer meint,dass wir sechs Feuerwehren haben müssen, der täuscht sich gewaltig.«

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Oberschüler auf Spurensuche für »Stolperstein«-Aktion (RZ vom 27.05.2017)

Recherche im RZ-Archiv: Arbeitsgemeinschaft sammelt Information über die jüdischen Familien Grünberg und Weinberg
hsz WEENER. Die Oberschule Weener trägt seit 2015 den vom Niedersächsischen Kultusministerium verliehenen Titel »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Dass dieser Titel nicht nur auf dem Papier steht, zeigen sieben Jugendliche, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Geschichte jüdischer Familien aus Weener befassen. Mit ihrer Lehrerin Sabrina Koetsier hat die Schülergruppe nun die Rheiderland Zeitung besucht, um im Archiv nach Hinweisen zu suchen. Die Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 stöberten in alten RZ-Ausgaben aus den 1920er und 1930er Jahren, um weitere Informationen über die Familien Grünberg und Weinberg zu sammeln.

Damit unterstützen sie den Arbeitskreis, der die Verlegung von »Stolpersteinen« durch den Künstler Gunter Demnig aus Frechen bei Köln vorbereitet. Demnig war am 17. Oktober 2016 erstmals nach Weener gekommen, um im Gehweg vor der Buchhandlung Klinkenborg in der Neuen Straße sieben Gedenktafeln aus Messing einzulassen. Dort hatte während der NS-Gewaltherrschaft die jüdische Familie van der Zyl gewohnt. Die »Stolpersteine« sollen an den letzten selbstgewählten Wohnsitz von Holocaust-Opfern erinnern. Der Arbeitskreis wandte sich an Schulleiter Dirk Kaiser, um junge Menschen in das Projekt einzubinden – mit Erfolg. Die Arbeitsgemeinschaft der Oberschule, ein freiwillig wählbares Nachmittagsangebot, habe das Ziel, »nicht in der Geschichte verhaftet zu bleiben, sondern sie mit der Gegenwart zu verbinden«, erklärte Lehrerin Sabrina Koetsier. Das Projekt »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« werde von Schülern getragen, die Lehrer seien »nur Begleitpersonen«, betonte sie. Die Beteiligung an der »Stolperstein«-Aktion sei »gelebte Demokratie von unten«.

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Häftling 116.927 (RZ vom 08.04.2017)

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg sprach mit Oberschülern in Weener über sein Leben.
Albrecht Weinberg erzählt Schülern von seinen Erlebnissen, um die Erinnerung an die schrecklichen Gräueltaten der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Von Tim Boelmann
WEENER. 116.927 – diese Zahl erinnert Albrecht Weinberg aus Rhauderfehn jeden Tag an die schlimmste Zeit seines Lebens. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde ihm 116.927 als Häftlingsnummer auf den Arm tätowiert – an Adolf Hitlers Geburtstag. Im KZ ging es für den Ostfriesen ums nackte Überleben. »Man ist wie ein Tier geworden«, erzählt der heute 92-Jährige. Die Oberschüler des neunten und zehnten Jahrgangs hören dem Zeitzeugen in der Aula still und gebannt zu. »Über Nacht war alles anders«, sagt Albrecht Weinberg mit Blick auf die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Albrecht Weinberg verstand die Welt nicht mehr. Seine Familie und er waren Deutsche, nur mit jüdischem Glauben, wie er erzählt. Seine Mutter wurde in Jemgum geboren. Dochdas spielte alles keine Rolle mehr. »Die Nazis diskriminierten uns von Tag zu Tag immer mehr«, sagt er mit ruhiger Stimme. Mit der Zeit gab es immer mehr Gesetze gegen Juden, berichtet Weinberg. 1936 kam der damals Elfjährige bei Verwandten in Leer unter und besuchte die Jüdische Schule an der Ubbo-Emmius-Straße. Die Lehrer wurden später verhaftet, die Schule geschlossen. »Es wurde immer schlimmer«, sagt der Zeitzeuge. So erhielten Juden nur die Hälfte an Lebensmittelmarken. »Man wollte uns verhungern lassen«. Ab 19 Uhr durften keine Juden mehr auf den Straßen unterwegs sein. Sie mussten den Judenstern tragen. Synagogen wurden niedergebrannt – auch in Weener, nannte Weinberg einige Beispiele.

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Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte (RZ vom 14.02.2017)

WEENER. Die geplante Erweiterung der Oberschule an ihrem Standort an der Wiesenstraße in Weener wird konkret: Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte soll dort der erste Bauabschnitt beginnen. Das kündigte Landkreissprecher Jens Stöter gestern gegenüber der RZ an. Bis Ende 2018 sollen fünf allgemeine Unterrichtsräume sowie zwei Gruppenräume und Nebenräume wie Krankenzimmer und Toiletten entstehen, so Stöter. Den Planungsauftrag für den ersten Bauabschnitt hat das Weeneraner Architekturbüro Woltermann erhalten. Die Kosten für diesen Bauabschnitt beziffert die Kreisbehörde auf rund 1,8 Millionen Euro. Für Umbauten im Bestand werden im laufenden Jahr zusätzlich rund 50.000 Euro veranschlagt. Abhängig von der Haushaltslage soll sich 2018 der zweite Bauabschnitt mit einer Fertigstellung bis 2020 anschließen, führte Stöter aus. Sofern die Stadt eine Förderzusage erhalte, sei dann der Bau der neuen Stadtbücherei sowie einer Schülerbücherei und zweier Räume für den Musikunterricht vorgesehen. Kostenpunkt: 1,4 Millionen Euro.

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Politikerpaten: Projekt geht in die achte Runde (RZ vom 11.02.2017)

WEENER. Bereits zum achten Mal werden Schüler als »Politikerpaten« teil der kommunalen Politik und erhalten einen Einblick in die Arbeit der hiesigen Politiker. Am Freitag fand die Auftktveranstaltung im Heimatmuseum statt. Aus der Pestalozzischule und der Oberschule Weener nehmen jeweils zwölf Schüler an dem Projekt teil. Gerrit Dreesmann, der seit Beginn der Veranstaltung den Posten des Politikerpaten inne hat, wird mit Hildegard Hinderks die Schüler der Förderschule betreuen. Die Oberschüler führen Johanne Pastoor, Lutz Drewniok und Helmut Geuken in die Kommunalpolitik ein. Das Projekt ist gegliedert in einen theoretischen Teil, in dem den Schülern Grundwissen vermittelt wird, und einem praktischen Teil. Hier stehen beispielsweise ein Besuch bei der Feuerwehr, dem Friesenbad und dem Rathaus auf dem Plan. 

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Gute Leistungen wurden beim Vorlesewettbewerb an der Oberschule Weener gezeigt (RZ vom 15.12.2016)

WEENER. Als Dirk Kaiser, Schulleiter der Oberschule Weener, den diesjährigen Vorlesewettbewerb eröffnete, war den sieben Teilnehmern die Aufregung deutlich anzumerken. Lena-Marie Bruns, Alina Lübbers, Nadine Santjer, Lea Zepp, Melle Goemann, Pascal Frey und Tade Siemers sind die besten Leser der einzelnen Kurse in den sechsten Klassen und wollten sich messen, wer von ihnen der Schulsieger werden würde. Pascal Frey war der am Ende beste Leser und holte sich den Sieg, teilte Schulleiter Dirk Kaiser mit. Constanze Müller, die als Organisatorin durch die Veranstaltung führte, versuchte den Schülerinnen und Schülern die Aufregung zu nehmen, indem sie zunächst selbst aus dem Buch »Eine Weihnachtsgeschichte« von Charles Dickens vorlas.
Pascal Frey überzeugte mit seiner Leistung beim Lesen des Buches »Im Bann des Tornados« von Annette Langen die Jury, die aus Pascal Frey holt sich Schulsieg Vorlesewettbewerb in Weener Lucia Reinbold, Birgitt de Riese (Stadtbücherei Weener), Constanze Müller, Dirk Kaiser und Johannes Schröder bestand. Alle waren sich einig, dass die Sechstklässler insgesamt sehr gut gelesen hatten, dass aber Pascal Frey der beste Leser bei diesem Wettbewerb war. Am Ende der Veranstaltung kürte der Schulleiter Pascal Frey zum Sieger und überreichte jedem Kind ein Buchgeschenk. »In diesem Zusammenhang geht ein Dank an die Buchhandlung Klinkenborg, die die Preise gesponsert hatte«, so Schulleiter Dirk Kaiser.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 15.12.2016 (http://rheiderland.de/)