Elfte Auflage des Politikerpaten-Projektes ist gestern in Weener offiziell gestartet – Von der Schulbank in die Kommunalpolitik (RZ vom 08.02.2020)

Freuen sich auf die elfte Auflage des Politiker-Patenprojektes in Weener: die Schüler der Oberschule und Pestalozzischule mit ihren Lehrern sowie ihren »Politik-Paten« aus dem Stadtrat. Foto: Boelmann

Von Tim Boelmann. Weener – 08. Februar 2020

Seit 2010 haben sich nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt schon 223 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt beteiligt. In diesem Jahr sind es 25 Jugendliche. »Dieses Projekt ist einzigartig in Niedersachsen«, sagt Stadtjugendpflegerin Angelika Janssen-Harms nicht ohne Stolz. Bereits im elften Jahr werden Schüler aus Weener in mehreren Monaten an die Kommunalpolitik herangeführt. An dem Projekt beteiligen sich zwölf Jugendliche der Pestalozzischule und 13 Neuntklässler der Oberschule in Weener. Ein Höhepunkt wird eine Fahrt im Sommer zum Landtag in Hannover sein.

»Das Projekt hat sich etabliert und sich zu einer festen Tradition entwickelt. Wir sind auf dem richtigen Weg«, sagte Bürgermeister Ludwig Sonnenberg in seinem Grußwort zum Auftakt gestern Vormittag im Heimatmuseum. Er machte die 25 Schüler neugierig auf die kommenden Monate. »Auf euch wartet ein spannendes Programm«, so der Verwaltungschef. Er forderte die Jugendlichen auf, sich einzubringen. »Auch als Schüler kann man Politik gestalten«, so Sonnenberg, der sich bei den vier Politiker-Paten für deren Engagement bedankte. »Danke, dass sie sich Zeit für diese anspruchsvolle Aufgabe nehmen«, sagte das Weeneraner Stadtoberhaupt und sprach damit Lutz Drewniok (Grüne), Helmut Geuken (SPD), Hildegard Hinderks und Johanne Pastoor (beide CDU) direkt an.

Angelika Janssen-Harms als Koordinatorin des Projekts freute sich, dass nach 19 Teilnehmern im vergangenen Jahr sich dieses Jahr mit 25 Jugendlichen wieder mehr »Jungpolitiker« angemeldet haben. Die Schüler werden nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Weeneraner Politiker erhalten, sondern auch öffentliche Einrichtungen besuchen. Janssen-Harms bedankte sich auch bei der Oberschule und der Pestalozzischule für die Kooperation und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

»Unsere Schüler stehen noch ganz am Anfang, wenn es um Politik geht«, sagte Katrin Daalmeyer von der Förderschule. Der praktische Bezug sei besonders wichtig für ihre Schützlinge. Es gehe darum, den Schülern zu vermitteln, dass die Entscheidungen der Kommunalpolitiker auch Auswirkungen auf ihr Leben haben. Als ein Beispiel nannte Daalmeyer die Eintrittspreise für das Friesenbad in Weener.

Die 13 Oberschüler haben sich im Vorfeld Gedanken gemacht. »Mich interessiert, welche Aufgaben ein Bürgermeister hat«, sagte die 14-jährige Marina Markus. »Ich bin gespannt, wie Beschlüsse entstehen und gefasst werden«, ergänzte die 15-jährige Daniela Hinderks.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 08.02.2020 (http://rheiderland.de/)