Klassenfahrt der G9b nach Hamburg im Schuljahr 2019/20

Am Montag, 02.10.2019, brach die Klasse G9b zusammen mit Frau Sap und der Berufseinstiegsbegleiterin Frau Kossen zu ihrer Klassenfahrt nach Hamburg auf. Trotz chaotischer Zustände an den Bahnhöfen in Bremen und Hamburg, bedingt durch das Sturmtief „Mortimer“, kamen wir pünktlich in Hamburg an. Die Jugendherberge gefiel auf Anhieb, saubere Zimmer, super Lage, toller Ausblick. Und direkt gegenüber befand sich ein Busbahnhof, so dass wir direkt eine interessante Stadtrundfahrt in einem sehr gut beheizten Doppeldeckerbus starten konnten. In zwei Stunden sind wir einmal durch die Reeperbahn gefahren, haben historische Bauwerke wie den Michel und das Rathaus bestaunen dürfen, die Alster gesehen, erfahren, in welchen Häusern man lebt, wenn man etwas mehr Geld hat und Speicherstadt und die Elbphilharmonie von außen betrachtet. Am Dienstag hatten wir Regen. Der hielt uns aber nicht ab zum „Alten Elbtunnel“ zu marschieren. Dieser wird zurzeit saniert. Zu unserem Glück war die linke Röhre bereits mit viel Liebe zum Detail fertig gestellt worden und, wären uns keine E-Bikes entgegen gekommen, hätte man denken können, man wäre in einen Zeitreisetunnel in die Kaiserzeit geraten.

Danach haben wir die Elbphilharmonie besucht. Über sehr lange Rolltreppen gelangt man auf eine Besucherplattform mit einer grandiosen Sicht über Hamburg, wenn es nicht regnet und nicht diesig ist. Danach durfte man sich ein Kleingruppen aufteilen, damit man sein Taschengeld auch sinnvoll in lokale Delikatessen wie Pommes, Hamburger, Cola oder uns Rheiderländer gänzlich unbekannten Geschäften wie H&M, New Yorker oder C&A investieren konnte. Am späten Nachmittag traf man sich dann in der Hamburger Speicherstadt vor dem „Hamburg Dungeon“. Dort geben brillante Schauspieler einen düsteren und perfiden Einblick in die Hamburger Stadtgeschichte. Manch einer hat sich totgelacht und andere hatten die Unnerbüx voll. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass das nur Wasser war, das aus den Beulen der Beulenpest gespritzt wurde und dass es Plüschratten waren, die zu Sülze verarbeitet wurden. In dem Gerichtssaal hat die Richterin der heiligen Inquisition in ihrem Buch nachlesen können, dass Frau Sap im Mittelalter schon einmal als Hexe verurteilt wurde und kläglich auf dem Scheiterhaufen brennen musste. Es machte somit allen große Freude sie erlaubter Weise als „Hexe“ zu beschimpfen.

Am Abend hat uns ein sehr kompetenter Stadtführer durch das Schanzenviertel geführt. Natürlich waren wir an allen wichtigen Punkten, wie am Eingang zur Herbertstraße, standen vor der bekannten Polizeiwache der „Davidwache“, haben das „Beatles-Denkmal“ gesehen oder sind durch die „Große Freiheit“ gelaufen. Es war sehr kurzweilig und wir haben viel Insiderwissen über das Viertel erhalten. Am nächsten Tag mussten wir uns leider schon wieder vom schönen Hamburg verabschieden. Nach dem Frühstück sind wir, teils sehr müde aber auch traurig, die Heimreise angetreten. Zusammengefasst war es ein sehr schöner Kurztrip in die Hansestadt. Wir haben uns als Klasse sehr gut verstanden. Außerdem haben wir dem Regen und den langen Fußmärschen, wenn auch nicht ohne Nörgelei, getrotzt.