Oberschüler zum Nachdenken über Alltagsrassismus angeregt (RZ vom 28.01.2019)

Projekttag an der Oberschule in Weener widmete sich Themen wie Mobbing, Rassismus und Diskriminierung

Ein Projekttag zum Thema »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« fand am vergangenen Freitag an der Oberschule in Weener statt. Als Träger dieses Titels verpflichten sich alle an der Oberschule unter anderem dazu, sich gegen Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen zu wenden. Zugleich sollen Lehrer und Schüler in einer offenen Auseinandersetzung mit dem Problem des Rassismus gleichermaßen Wege finden, sich zu achten und zu respektieren.

»Die Schüler beschäftigten sich auf vielfältige Weise mit den Themen Mobbing, Rassismus und Diskriminierung«, teilte Lehrerin Sa­brina Koetsier mit. »Die 5. und 6. Klassen erfuhren, dass die Zeit des Nationalsozialismus zur deutschen Geschichte gehört. Es wurde zu Anne Frank recherchiert und ein Spaziergang auf den Spuren jüdischen Lebens durch Weener unternommen.« Auch lasen die Fünft- und Sechstklässler aus dem Buch »Damals war es Friedrich«. Andere Klassen arbeiteten an der Verbesserung der Klassengemeinschaft oder beschäftigten sich in Rollenspielen mit dem Thema »Mobbing«. Verschiedene Formen von Rassismus wurden ebenfalls besprochen.

In den höheren Jahrgängen setzten sich die Schüler anhand von Kurzfilmen mit den Themen »Diskriminierung« und »Rassismus« auseinander. Anschließend erstellten sie Plakate, diskutierten unterschiedliche Positionen und produzierten erklärende Videofilme für jüngere Schüler.

Als antirassistische Personen oder Bewegungen anderer Länder lernten die Schüler im Englisch-Unterricht Martin Luther King kennen, im Französisch-Unterricht ging es derweil um den Slogan »Touche pas à mon pote!« (»Mach’ meinen Kumpel nicht an!«).

»Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des KZ Au­schwitz am 27. Januar sollten die Schüler zum Nachdenken angeregt werden, sodass sie in der Lage sind, alltägliche rassistische Äußerungen und Handlungen zu erkennen und entsprechend zu handeln«, so Koetsier. »Natürlich können an so einem Projekttag lediglich Gedankenanstöße gegeben werden, die dann im laufenden Schuljahr vertieft werden.«

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 28.01.2019 (http://rheiderland.de/)