20 Schüler wollen Jugendleiter werden (OZ vom 26.10.2017)

Schulsozialarbeiterin Susanne Theilen (unten, von rechts), Franz Kok, Jugendreferent beim Synodalverband Rheiderland, und Stadtjugendpflegerin Angelika Janssen-Harms erläuter ten während der ersten Theoriestunde am Dienstag, was in den nächsten Monaten während der Jugendleiterausbildung auf die Schüler zukommt.

PROJEKT Erstmals bietet die Stadtverwaltung an der Oberschule Weener eine spezielle Weiterbildung an

Während der freiwilligen Nachmittags-AG absolvieren Mädchen und Jungen der 9. und 10. Klassen eine 55 Stunden umfassende Ausbildung. Die Jugendlichen müssen auch einen Erste-Hilfe-
Kursus besuchen.

VON C. AMMERMANN

WEENER – 20 Mädchen und Jungen der Oberschule Weener wollen neue Jugendleiter werden. Sie haben sich für eine freiwillige Nachmittags AG angemeldet, die die Stadt Weener erstmals an der Außenstelle der Oberschule an der Floorenstraße anbietet. Anlässlich der 55 Stunden umfassenden Ausbildung müssen die Jugendlichen auch einen Erste-Hilfe-Kursus absolvieren. Die Idee zu dem Projekt hatten Angelika Janssen-Harms, Stadtjugendpflegerin von Weener, und Franz Kok, Jugendreferent beim Synodalverband Rheiderland. Sie hatten Kontakt zu Schulleiter Dirk Kaiser und zur Schulsozialarbeiterin Susanne Theilen aufgenommen – und bei ihnen offene Türen eingerannt.
„Sie waren gleich begeistert von dem Angebot für die Schüler“, sagte Janssen-Harms. Theilen informierte die 9. und 10. Klassen über das Projekt – 20 Jugendliche trugen sich daraufhin in eine Liste ein. „Es ist eine tolle Sache, dass sich die Schüler am Nachmittag freiwillig engagieren“, sagte Theilen. Am Dienstag war der erste theoretische Unterricht. Trainiert werden nach Angaben von Kok unter anderem die sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Die Schüler erlernen Methoden der Kinder- und Jugendarbeit. „Aber auch rechtliche Grundlagen in der Jugendarbeit“, so Kok. Während der Ausbildung stehen außerdem noch Gruppenpädagogik, Teamarbeit, Konfliktlösung und die Ferienfreizeitgestaltung auf dem Plan. „Ich bin in der Jugendfeuerwehr. Wenn ich die Jugendleitercard habe, dann möchte ich mich zum Beispiel bei der Betreuung der Mitglieder der neu gegründeten Kinderfeuerwehr engagieren“, sagte Schülerin Enie Humpe. Auch Diana Göckener setzt sich bereits ehrenamtlich ein, hilft nach eigenen Angaben bei der Vorbereitung und der Durchführung von Kindergottesdiensten mit. Nach Abschluss der Juleica-Ausbildung kann sie dann selbst Gruppen leiten. Und darauf freut sie sich schon. „Bei Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz wird es gerne gesehen, dass man Jugendleiter ist“, sagte Janssen-Harms. Im Sommer 2018 endet die AG, dann erhalten die Schüler ihre Ausweise.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 26.10.2017 (http://oz-online.de/)