Schrauben, sägen, bohren und verstehen (RZ vom 25.10.2017)

Mit Spaß und Fleiß waren die Schüler des neunten Jahrgangs bei der Arbeit. Unter Anleitung bauten sie Modelle zum Thema »Erneuerbare Energien« zusammen.

Schülern der Oberschule wird das Thema »Erneuerbare Energien« praxisnah vermittelt

Schon seit zehn Jahren macht das EWE-Energiemobil in Weener Station. Gebaut wurden dieses Mal ein Windstärkemessgerät, eine Kurbelleuchte und ein Solar-Buggy.

Von Tim Boelmann

WEENER. Dieser Unterricht war energiegeladen: Zwei Mitarbeiter des EWE-Energiemobils vermittelten den Schülern des neunten Jahrgangs Anfang der Woche das Thema »Erneuerbare Energien« ganz praxisnah. Dafür war auch handwerkliches Geschick gefragt. Cord Rademacher und sein Kollege Axel Warnken standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Nach einem kurzen theoretischen Einstieg ins Thema »Energie« erklärten Cord Rademacher und Axel Warnken den Schülern die einzelnen Modelle. Zur Auswahl standen ein Windstärkemessgerät, eine Kurbelleuchte und ein Solar-Buggy. »Die Schüler haben gute Vorkenntnisse. Und in kleineren Orten sind die Kinder handwerklich begabter als in den Großstädten«, sagt Cord Rademacher. Es sei wichtig, dass die Schüler ein fertiggestelltes Modell mit nach Hause nehmen. Ohne dieses Erfolgserlebnis bliebe nur wenig vom erlangten Wissen hängen, sagten die EWE-Mitarbeiter.

Zum ersten Mal hat Neuntklässlerin Michelle am Projekt »Energiemobil« teilgenommen. »Mir macht die Arbeit Spaß«, sagt die 15-Jährige, die auch zuhause gerne bastelt und ihren älteren Bruder bei handwerklichen Arbeiten unterstützt. Sichtlich Spaß hatte auch die 14-jährige Enie, die sich bisher eher einen Pflegeberuf für sich nach der Schule vorstellen konnte. Doch nach der Teilnahme am Projekt »Energiemobil« kommt sie ins Grübeln. »Technik ist auch mein Ding«, sagt die Neuntklässlerin. Schulleiter Dirk Kaiser freut sich, dass das »Energiemobil« wieder Station an der Oberschule macht. Denn das praxisnahe Projekt ergänzt den Unterricht in den Naturwissenschaften. »Durch die praktische Arbeit wird den Schülern auch die Wirkungsweise ihrer selbst gebauten Modelle klarer«, sagt Dirk Kaiser. Zudem sei das Projekt für die Neuntklässler eine gute Verknüpfung zum Werk- und Technikunterricht im Schulalltag.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 25.10.2017 (http://rheiderland.de/)