Auf »Bildungsurlaub« im Rheiderland (RZ vom 30.12.2017)

Bei ihrer Spurensuche im Rheiderland lernte Honey Wilson aus den USA Rheiderländer Gebräuche und Gastfreundschaft kennen und schätzen. Mit Dieta Kaput aus Holthusen backte sie Rullerkes (links), eine ostfriesische Tee-Zeremonie genoss sie mit Gerta Weber in Ditzumerverlaat (oben rechts). Oberschüler aus Weener kamen in den Genuss einer interessanten Englisch-Stunde mit dem Gast aus den Vereinigten Staaten.

Einfach dem Alltag entfliehen. Eine Woche Urlaub, keinen Stress bei der Arbeit, keine Studenten, die sich im wahrsten Sinne des Wortes im Ton verhauen – Honey Wilson aus Salem in Oregon (USA) lässt die Seele im Rheiderland baumeln – und begibt sich zugleich auf eine Spurensuche nach ihren familiären Wurzeln.
Von Jan Bruins

RHEIDERLAND. Spontanität ist die größte Stärke der 46-Jährigen aus Salem, einem Ort mit 170.000 Einwohnern, der 1975 durch Jack Nicholson in dem Film »Einer flog übers Kuckucksnest « bekannt wurde. Und spontan buchte sie einen Flug nach Amsterdam, nachdem ihr im Rheiderland versichert wurde: »Du bist herzlich willkommen.« Rund 8200 Kilometer sind es vom Westen der USA nach Weener. Trotz der Entfernung fühlt sich Honey mit dem Rheiderland verbunden. »Meine Ur-Urgroßeltern kommen alle von hier«, erzählt sie und weiß: »In Stapelmoor, Vellage, Wymeer und Kloster Dünebroek sind meine Ahnen im Stammbaum verewigt«. Da finden sich Namen wie Aeissen, Klugkist und Bakker. Bereits vor einem Jahr war Wilson für einen Tag im Rheiderland auf Spurensuche. Sie besuchte Uwe Bruins in Wymeer, der sich für die Ahnenforschung interessiert und weltweit mit Gleichgesinnten ein Hobby betreibt, das wie ein Puzzlespiel funktioniert.

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Zu Besuch in der alten Festungsstadt Winschoten (RZ vom 22.12.2017)

Oberschüler aus Weener lernten Stadtgeschichte kennen – und kauften für ein Frühstück ein
RZ WEENER/WINSCHOTEN.
Die Niederländisch-Schüler des 6. und 7. Jahrgangs der Oberschule Weener waren jetzt zu Gast in Winschoten. Die Schüler berichten dazu: »Bei nasskaltem Winterwetter erfuhren wir zunächst einiges über die alte Festungsstadt Winschoten. Drei Stadtführer erzählten auch einiges über jüdische Schicksale, denn vor der Zeit des Nationalsozialismus gab es eine sehr aktive jüdische Gemeinde in Winschoten. Dass die Orte Winschoten und Weener bei der Aufarbeitung der Geschichte in Kontakt zueinander stehen, zeigte uns ein Gedenkkranz mit einer Aufschrift des Bürgermeisters der Stadt Weener, der beim jüdischen Mahnmal lag.« Nach der Stadtführung gingen alle in Kleingruppen durch die Einkaufsstraße.
Jede Kleingruppe erhielt den Auftrag, Fragen zu Geschäften zu beantworten und Lebensmittel für ein gemeinsames niederländisches Frühstück einzukaufen. Dazu hatten sie einen Einkaufszettel und Geld von ihrer Lehrerin Sabrina Koetsier bekommen. Bei Begriffen wie »Vla«, »Pindakaas« und »Hagelslag« zeigten sich zunächst ratlose Gesichter. Doch später haben die Schüler dann doch erfolgreich Pudding, Erdnussbutter und Schokostreusel für ihr gemeinsames Frühstück gekauft.

Quelle: Rheiderlandzeitung vom 22.12.2017 (http://rheiderland.de/)

Politikern auf den Zahn gefühlt (OZ vom 13.09.2017)

OZ-AKTION Oberschüler aus Weener haben sechs Bundestagskandidaten per Whatsapp-Chat interviewt.

Die Zehntklässler hatten die Wahlprogramme der Parteien studiert. Die Befragten zeigten sich beeindruckt.

WEENER – Insgesamt 18 Zehntklässler der Oberschule Weener haben Bundestagskandidaten im Wahlkreis Unterems eine Stunde lang per Whatsapp mit kritischen Fragen auf den Zahn gefühlt. Bei der OZ-Aktion dabei waren die sechs Vertreter der Parteien, von denen es am wahrscheinlichsten ist, dass sie im Bundestag vertreten sein werden: Aufgeteilt in Gruppen befragten die Jugendlichen Gitta Connemann (CDU), Markus Paschke (SPD), Harald Kleem (Grüne), Marion Terhalle (FDP), Bettina Kubiak (Die Linke) und Christoph Merkel (AfD). Eine Auswahl der Fragen und Antworten ist auf dieser Seite nachzulesen.

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Schüler erleben die „Faszination Technik“ (OZ vom 23.08.2017)

BILDUNG M+E-Info-Truck des Arbeitgeberverbandes Nordmetall macht zurzeit Station in Weener

Die Mädchen und Jungen der 9. und 10. Klassen der Oberschule können sich über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektro- Industrie informieren. Vor Ort sind auch Azubis der Papenburger Meyer- Werft – sie berichten über ihre Ausbildung.
VON C. AMMERMANN

WEENER – Unterricht der etwas anderen Art erleben zurzeit Schüler der Oberschule Weener: Auf Initiative der Papenburger Meyer-Werft steht auf dem Schulhof an der Floorenstraße seit Montag der M+E-Info-Truck des Arbeitgeberverbandes Nordmetall. Die Mädchen und Jungen der 9. und 10. Klassen der Oberschule können sich auf zwei Ebenen im Truck über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektro-Industrie informieren. Vor Ort sind auch Azubis der Papenburger Meyer-Werft – sie berichten über ihre Ausbildung. „Das ist eine spannende Sache. Wir könnten uns vorstellen, einen technischen Beruf zu erlernen“, sagten die Schülerinnen Alexandra Möhlmeier, Celine Niemann und Lea Wirth. Sie nutzten am Dienstag die Gelegenheit und informierten sich über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten – und sie suchten auch das Gespräch mit Azubis der Meyer-Werft. Die gewährten den Jugendlichen einen Einblick in ihren Ausbildungsalltag. „Mit Materialien und mit Maschinen zu arbeiten ist sicherlich interessanter als eine Tätigkeit im Büro“, sagte Alexandra Möhlmeier.

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Neue Schule, neue Lehrer, neue Fächer (RZ vom 05.08.2017)

98 Fünftklässler wurden in Weener gestern offiziell begrüßt

WEENER. Sie sind jetzt Teil der Schulgemeinschaft an der Oberschule in Weener. »Gestaltet das Leben hier mit«, sagte Schulleiter Dirk Kaiser in seiner Begrüßung gestern Vormittag in der Aula der Oberschule vor den 98 neuen Fünftklässlern. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Bläserklasse begleitet. »Vermutlich seid ihr etwas aufgeregt«, sagte Schulleiter Dirk Kaiser mit einem Lächeln im Gesicht. Das sei aber ganz normal, beruhigt er die Neulinge. Die neuen Fünftklässler erwarten neue Lehrer und neue Fächer. Auf dem Stundenplan stehen aber weiterhin Mathe und Deutsch, aber an der Oberschule könnten die Schüler sich auch in vielen Arbeitsgemeinschaften (AGs) ausprobieren, warb Kaiser für die vielfältigen Angebote. Dirk Kaiser rief die neuen Fünftklässler dazu auf, das Leben an der Oberschule mitzugestalten. Als »Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage« werde besonders auf den vernünftigen Umgang untereinander Wert gelegt. »Uns ist es wichtig, jeden so zu nehmen, wie er ist.« Als Ansprechpartner stellte Kaiser die gesamte Schulleitung, die Hausmeister, Schulsozialarbeiterin sowie die Schulsekretärin auf der Bühne den neuen Fünftklässlern vor.

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Theater im Container berührte Schüler (OZ vom 16.08.2017)

VERANSTALTUNG Auftakt zu Aktionstagen zur Flucht und Migration im Hafen von Weener

VON TATJANA GETTKOWSKI

WEENER – Es ist dunkel, die Luft ist stickig. Dicht gedrängt sitzen die Schüler der Oberschule Weener auf schmalen Bänken. Bequem geht anders. Doch bei dieser Theateraufführung gibt es ganz bewusst keinen Komfort. Ein Überseecontainer ist der ungewöhnliche Spielort für ein ebenso ungewöhnliches Theaterprojekt. „Passworte – wie Belal nach Deutschland kam“ heißt die Inszenierung des Theaters „Lokstoff“. Die Aufführungen gehören zum Programm der sozio-kulturellen Aktionstage am Hafen von Weener, die sich noch bis Mittwoch auf vielfältige Weise mit dem Thema Flucht und Migration beschäftigen. In dem Zwei-Mann-Stück erleben die Zuschauer die Anhörung aus der Perspektive eines „Einzelentscheiders“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

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Abschied fällt Schülern und Lehrern schwer (OZ vom 17.06.2017)

Die Oberschüler des 10. Jahrgangs der Oberschule Weener erhielten am Vormittag ihre Realschulabschlüsse.

ENTLASSUNGSFEIER 108 Jugendliche von der Oberschule Weener erhielten gestern ihre Abschlusszeugnisse. Die Feiern der Real- und Hauptschulabsolventen wurden umrahmt von verschiedenen Sketchen, Musik- und Gesangsbeiträgen.

WEENER – Für 108 Jugendliche der Oberschule Weener ging gestern ein Lebensabschnitt zu Ende: Die Haupt- und Realschulabsolventen erhielten gestern von ihren Klassenlehrern bei der feierlichen Schulentlassung in der Aula ihre Abschlusszeugnisse. „Ihr wart ein ganz besonderer Jahrgang: Ihr habt uns gefordert, überrascht und uns ein begeistertes Lächeln ins Gesicht gezaubert“, lobte Schulleiter Dirk Kaiser bei der Entlassfeier des 10. Jahrgangs am Vormittag die Schüler. Er appellierte an die Jugendlichen, sich Ziele für den neuen Lebensweg zu setzen und sich von Steinen, die ihnen in den Weg gelegt werden, nicht beirren zu lassen. „Stellt Euch den Herausforderungen. Denn mit jeder gemeisterten werdet Ihr noch ein wenig stärker“, gab Kaiser ihnen mit auf den Weg.
Lob für den Schulleiter gab es auch von den Schülervertretern. „Seine Tür stand immer offen, wenn wir Probleme hatten“, sagte Schülervertreter René Severins. Die Klassen bedankten sich bei ihren Klassen- und Fachlehrern für ihre Geduld und Beharrlichkeit. „Aber eigentlich kann kein Geschenk zurückgeben, was Sie uns gegeben haben“, sagte eine Schülerin. Für die Feier hatten die Jugendlichen Sketche sowie Gesangs- und Pantomimeeinlagen vorbereitet, bei denen sie auf der Bühne einen Einblick in die vielfältigen Talente gaben. Am Abend fand die Entlassfeier für die Schüler statt, die an der Oberschule ihren Hauptschulabschluss gemacht haben. Das einfallsreiche und humorvolle Programm brachte Eltern, Mitschüler und Lehrer zum Lachen und Staunen. Tosenden Applaus erhielt Adnan Ergin vom Publikum für sein Medley, das er unter anderem auf Spanisch, Albanisch, Arabisch und Persisch sang.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 09.05.2017 (http://oz-online.de/)

Politikerpaten: Feuerwehr-Debatte wird zum »Störfeuer« (RZ vom 22.06.2017)

Die »Patenkinder« und ihre Paten, von links: Patin Hildegard Hinderks, Bürgermeister Ludwig Sonnenberg, im Hintergrund Dirk Kaiser, Leiter der Oberschule Weener, in der Bildmitte Pate Helmut Geuken, vierte von rechts Patin Johanne Pastoor, neben ihr Pate Gerrit Dreesmann und Lehrerin Katrin Daalmeyer von der Förderschule Weener.

Feuerwehrbedarfsplan für Stadt Weener schließlich mit einer Gegenstimme verabschiedet.
Es gibt Politiker, Politikerpaten und Politikpatenkinder in Weener. 22 Schülerinnen und Schülern wollte Bürgermeister Ludwig Sonnenberg am Dienstag ihre Zertifikate für die Teilnahme am Politikpaten-Projekt überreichen.
Von Michael Hoegen
WEENER. Nicht alle Jugendlichen waren da, und auch der Rat war nicht vollzählig im Saal des Hotels »Am Rathaus« vertreten. Dabei vermittelten die 26 Ratsmitglieder im Saal unter dem Strich betrachtet nicht gerade die beste Vorstellung von dem, was inhaltliche Arbeit in der Kommunalpolitik eigentlich ausmachen sollte. Auch wer nicht in die Debatte eingreift, beeinflusst sie. »Die meisten aktiven Politiker unseres Landes sind ehrenamtlich auf kommunaler Ebene tätig und opfern ihre Zeit«, so Bürgermeister Ludwig Sonnenberg. Dabei dürfen Jugendliche schon ab 16 auf kommunaler Ebene wählen – »sie wissen mit diesem Wahlrecht oft nichts anzufangen.« Sinn des Paten-Projektes, wobei fünf Ratsmitglieder die Patenrolle übernehmen, ist es, »Politik erlebbar und verständlich zu machen. «Dazu gehört für die Jugendlichen auch, in Ratssitzungen als Zuhörer dabei zu sein. Und was sie zu Beginn der letzten Sitzung des Stadtrates zu hören bekamen, dürfte nicht gerade dem nach wie vor aktuellen Trend der Politikverdrossenheit entgegengewirkt haben. Es ging um die Verabschiedung des Feuerwehrbedarfsplan. Die Politik war und ist sich eigentlich einig darüber, dass dieses Konzept nur zu begrüßen ist. Die Ausnahme bilden Ratsherr Dieter Weber (UWG), der nicht an der Ratssitzung teilnahm, und Heinrich-Friedrich Holtkamp, Ratsherr der Sozialen Fraktion. Für Einzelratsherr Holtkamp, »Fraktion« ist bei ihm nur ein Namensbestandteil, ist das 190 Seiten starke Konzept »ein zusammengerührter Quark«. Die Feuerwehr ist nach seiner Ansicht zu gut ausgestattet (»wir sind überrüstet«) und sollte zentralisiert werden. »Wer meint,dass wir sechs Feuerwehren haben müssen, der täuscht sich gewaltig.«

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